Fortsetzung der Konzertreihe: "Zeitpunkte"

Fortsetzung der Konzertreihe: "Zeitpunkte"

Fortsetzung der Konzertreihe: "Zeitpunkte"

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Fortsetzung der Konzertreihe: "Zeitpunkte"

Die 2025 begonnene Konzertreihe "Zeitpunkte" soll fortgesetzt werden. Helfen Sie uns und unterstützen Sie das Projekt mit Ihrer Spende auf das Spendenkonto der Luthergemeinde, Haspa DE200505501044211512, Verwendungszweck: Zeitpunkte-Erinnerungskonzerte.

Vielen Dank!

Bisherige Konzerte:

Zeitpunkte 1. Erinnerungskonzert zu 10 Jahren "Wir schaffen das!"

Ende August 2015 iniziierte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Worten "Wir schaffen das" eine Willkommenskultur, in deren Zuge zahlreiche Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Nahen Osten nach Hamburg und Bahrenfeld kamen.

Sowohl die deutsche Gesellschaft, als auch die Geflüchteten standen vor enormen Herausforderungen. Die Lebensläufe tausender Menschen mussten auf neue Gleise gestellt werden. Es entstanden zahlreiche Orte, an denen Geflüchtete Hilfe erhalten konnten: Unterkünfte, Kleiderkammern, Essensausgaben, Sprachkurse, Gesprächsangebote usw., die ganz überwiegend von Ehrenamtlichen gestemmt wurden und heute noch bestehen. Zehn Jahre danach haben wir, am 14. September 2025, in der Lutherkirche Bahrenfeld daran erinnert und gefragt: Haben wir „es geschafft“? Sind die Menschen in unserer Gesellschaft angekommen? Damalige Akteure der Flüchtlingshilfe, u.a. aus dem Regerhof und dem WillkommensKulturhaus Ottensen, und ehemals Geflüchtete haben im Gespräch ihre Erinnerungen geteilt. Es moderierten Rahel Rabea Holtz-Maihold und Bärbel Dauber. Fotojournalist Christian Fürst (www.licht-und-schatten.eu) zeigte im Altarraum Bilder zum Thema. Dazu erklang Musik aus dem Iran, u.a. vom deutsch-iranischen Komponisten Majid Montazer, gespielt von Mehrdad Larkimohammadi (Ney-anban, Darbuka), Harald Maihold (Klarinette) und Sabine Mennerich (Orgel). Mit der Veranstaltung begann die neue Konzertreihe "Zeitpunkte", mit der in unregelmäßigen Abständen an bedeutende Ereignisse oder Jubiläen erinnert werden wird. 

Die ehemals Geflüchteten, die heute in der Pflege, beim Friseur und in einer Tischlerei arbeiten, erzählten von den Schwierigkeiten, die ein Neuanfang in einer anderen Kultur bedeutet, und wie sie mithilfe der ehrenamtlichen Helfer die sprachlichen und bürokratischen Hürden für eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis überwunden haben, wie sie Deutschkenntnisse erworben und einen Arbeitsplatz bekommen haben und welche Ziele sie sich weiter vorgenommen haben. Ohne die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe wäre vieles davon nicht möglich gewesen. Die Helfer betrachten ihre Arbeit aber nicht als Einbahnstraße, sondern wiesen darauf hin, welche Bereicherung es für sie bedeutete, Menschen aus fremden Kulturen zu begegnen und von ihnen zu lernen. Ein Helfer aus Bahrenfeld brachte es auf den Punkt: "Wir haben viel geschafft". 

Die abwechslungsreichen, teils sehr bewegenden Beiträge haben nicht nur viele Facetten berührt, die zum weiteren Nachdenken anregen, sondern die positive Stimmung hat auch insgesamt Mut gemacht. Sehr schön war auch, dass so viele Menschen aus der iranischen Community gekommen waren und es viele neue Begegnungen gab. Solche Abende braucht unsere Gesellschaft ebenso wie die Kirche. Ein sehr guter Start für die neue Konzertreihe. Vielen Dank an alle Mitwirkende und Zuhörer!

Zeitpunkte 2. Deutsch-Japanische Friedensandacht

Am 6. und 9. August 1945 warfen die US-Streitkräfte die Atombomben über Hiroshima und Nagasaki ab. Die beiden Bomben, von den Streitkräften als „Little Boy“ und „Fat Man“ bezeichnet, brachten 100.000 Menschen den sofortigen Tod, weitere 130.000 starben bis Ende 1945 an den Folgen der Explosion. Zu einer Zeit, in der die atomare Bedrohung und die Gefahr eines erneuten Weltkrieges wieder größer geworden sind, haben wir im Rahmen der Reihe "Zeitpunkte" in der Lutherkirche am 15. November 2025 mit einer Deutsch-Japanischen Friedensandacht an dieses Ereignis erinnert, die sich großen Zuspruchs erfreute.

Pastor Dr. Nils Petersen führte mit Gebeten und Segen durch die Andacht. Eine japanische Schülergruppe aus Halstenbek hat sehr berührend die Geschichte von Sadako Sasaki vorgetragen, die zehn Jahre nach dem Atombombenabwurf über Hiroshima im Alter von 12 Jahren an Leukäme gestorben ist. Das Ensemble Nobara, bestehend aus Mana Abe (Mezzosopran), Harald Maihold (Klarinette) und  Chieri Shiotani (Klavier), sang und spielte Lieder aus Japan, u.a. das Oleanderlied aus Hiroshima. Der Sakura-Chor des DJFE unter der Leitung von Masanori Hosaka war auch dabei. Nach Ende der Veranstaltung gab es Gelegenheit zum Austausch am Japan-Infostand des Deutsch-Japanischen Forums Elbe e.V.  

Zeitpunkte 3. Advent mit Rilke. Rainer Maria Rilke zum 150. Geburtstag

In der Reihe "Zeitpunkte" erinnerten wir zudem am 20.12.2025 mit einer musikalischen Lesung im Luthersaal an den 150. Geburtstag des Dichters Rainer Maria Rilke am 4. Dezember. Es wurde eine Auswahl seiner Texte rund um den Advent vorgetragen, ergänzt durch von ihm inspirierte Gedichte aus der Feder der mehrfach ausgezeichneten Lyrikerin Maren Schönfeld, die von ihr selbst vorgetragen wurden. Musikalisch wurde die Lesung vom Klarinettenensemble klarinexus begleitet. Es erklang u.a. Musik von G.F. Händel und B. Crusell, dargeboten von Frank Gertich, Sandra Bruhn, Markus Sachs und Harald Maihold, Klarinette.

Das Projekt wurde 2025 aus Mitteln des Bezirksamts Altona aufgrund eines Beschlusses der Bezirksversammlung gefördert.

Zeitpunkte 4. Freud ermittelt - Krimilesung mit musikalischen Träumereien von Schumann, Mendelssohn, Debussy u.a.

Die Förderung durch das Bezirksamt wurde leider nicht fortgesetzt. Dankenswerter Weise hat uns die Bodo Röhr-Stiftung eine Förderung zugesagt, so dass die Reihe fortgesetzt werden kann.

Das erste Erinnerungskonzert 2026 fand bereits am 16.05.2026 in der Lutherkirche statt. Es wurde darin an den 170. Geburtstag des Begründers der Psychoanalyse, Sigmund Freud und an seine wichtigen Impulse für die Psychotherapie erinnert - mit einer Krimilesung. Der Schriftsteller Frank Posiadly las Auszüge aus seinem 2024 erschienenen Kriminalroman „Freud schweigt“ (Gmeiner-Verlag). Posiadly, der seit seinem Studium der Psychologie und Journalistik in Hamburg wohnt, absolvierte das Aufbaustudium Film bei Hark Bohm, verfasste zahlreiche Drehbücher (u.a. für „Tatort“, „Notruf Hafenkante“, „Herzkino“) und wurde mehrfach ausgezeichnet. In „Freud schweigt“ geht es um die frühen Jahre des Wiener Arztes, der 1886 nach Hamburg reiste, um seine Verlobte Martha Bernays zu heiraten. Posiadly verknüpft darin die aus dem Briefwechsel der beiden gut dokumentierten Fakten und Fiktion zu einem spannenden Kriminalfall, der nicht nur die enormen sozialen Unterschiede in der Hansestadt des ausgehenden 19. Jahrhunderts beleuchtet, sondern auch die eigenen Erfahrungen des Autors als Psychologe reflektiert. Eine traumatisierte Patientin spielt dabei eine zentrale Rolle. 

Die „Traumdeutung“ von 1889 war Freuds wohl wichtigstes Buch, jedenfalls was die Breitenwirkung betrifft. Daher bewegte sich die Musik des Abends rund um das Thema Traum, mit Träumerei- und Rêverie-Kompositionen von Schumann, Mendelssohn, Debussy u.a.

Frank Posiadly, Texte
Harald Maihold, Klarinette | Bassetthorn
Sabine Mennerich, Klavier

Eine Fortsetzung der Konzertreihe ist vorgesehen. 

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